Ein Satz aus dem Jahr 1933
Russell sah dem Aufstieg Hitlers zu und suchte nach dem Mechanismus hinter der Katastrophe. Er fand ihn nicht in der Bosheit der Vielen, sondern in einer Asymmetrie der Selbstgewissheit:
«Die eigentliche Wurzel des Übels ist, dass in der modernen Welt die Dummen von sich überzeugt sind, während die Klugen voller Zweifel stecken.»
Bertrand Russell: The Triumph of Stupidity. 1933.1
Der Satz hat eine selten zitierte Fortsetzung, die ihn erst vollständig macht: Selbst jene Klugen, die ein Heilmittel zu kennen glauben, seien zu eigenbrötlerisch, um sich mit anderen Klugen zu verbünden, von denen sie in Nebensächlichkeiten abweichen. Die Dummheit organisiert sich; die Klugheit zerfasert im Zweifel. Russell zielte auf die Massenpolitik. Doch was er beschrieb, ist die Grundsignatur des menschlichen Urteils über sich selbst — und damit der eigentliche Inhalt der kognitiven Psychotherapie.
Die späte Bestätigung — der Dunning-Kruger-Effekt
Sechsundsechzig Jahre später, 1999, lieferten die amerikanischen Psychologen Justin Kruger und David Dunning die empirische Beglaubigung von Russells Beobachtung — ohne ihn je zu erwähnen.2 Sie liessen Versuchspersonen Aufgaben zu Logik, Grammatik und Humor lösen und anschliessend ihre eigene Leistung einschätzen. Das Ergebnis ist heute als Dunning-Kruger-Effekt bekannt: Wer am schlechtesten abschnitt, überschätzte sich am meisten. Die Teilnehmer im untersten Leistungsviertel wähnten sich knapp überdurchschnittlich — obwohl sie zu den Schwächsten gehörten.
Die Erklärung ist eine beunruhigende Tatsache: Die Fähigkeit, eine Leistung zu erbringen, und die Fähigkeit, sie zu beurteilen, entspringen derselben Quelle. Wer nicht logisch denken kann, dem fehlt eben deshalb das Werkzeug, seinen eigenen Denkfehler zu erkennen. Die Inkompetenz raubt dem Inkompetenten zugleich das Organ, mit dem er sie bemerken könnte. Dunning und Kruger nannten das einen Mangel an Metakognition2 — an jenem Denken über das eigene Denken, das prüft, ob ein Gedanke trägt.
Schon Charles Darwin hatte es 1871 geahnt, als er notierte, «Unwissenheit erzeugt häufiger Selbstvertrauen als Wissen».3 Darwin formulierte die Vorahnung, Russell verdichtete sie zum Aphorismus, Dunning und Kruger vermassen sie im Labor. Drei Zugänge - poetisch, philosophisch, statistisch - führten zu ein und demselben Befund.
Was die Wissenschaft seither bezweifelt
Wir verschweigen nicht, dass der Effekt selbst umstritten ist — das wäre genau jene Bequemlichkeit, gegen die dieser Text anschreibt. Bereits 2002 zeigten Joachim Krueger und Ross Mueller, dass ein Teil des Musters ein statistisches Artefakt ist: die Mischung aus der Neigung fast aller, sich für überdurchschnittlich zu halten, und der schlichten Regression zur Mitte.4 2020 verschärften Gilles Gignac und Marcin Zajenkowski den Einwand und erklärten den Effekt für «grösstenteils» ein Messartefakt.5 Die Debatte ist bis heute nicht entschieden; auf jede Widerlegung folgt eine Erwiderung.
Die berühmte Kurve mit ihrem «Gipfel der Dummheit» und dem «Tal der Verzweiflung», die jeden flüchtigen Artikel zum Thema schmückt, ist eine Erfindung des Internets — in der Originalarbeit von 1999 kommt sie nicht vor. Wer sie zeigt, hat das Meme gesehen, nicht die Quelle gelesen.
Für die Psychotherapie ist der statistische Streit jedoch zweitrangig. Er betrifft die Frage, wie sauber sich der Effekt über ganze Bevölkerungen vermessen lässt. Was den Psychotherapeuten interessiert, ist nicht die Kurve, sondern das Phänomen, das er in jeder Sprechstunde beobachtet: Menschen, die ihrer falschen Annahmen mit einer Inbrunst gewiss sind, die im umgekehrten Verhältnis zu deren Wahrheitsgehalt steht.
Krankheit als Fehlkalibrierung
Hier vollzieht sich die Wendung, die diesen Text von den tausend launigen Betrachtungen über dumme Mitmenschen trennt. Der Dunning-Kruger-Effekt ist nämlich kein Befund über die anderen — die Tölpel, die Sturen, die Rechthaber. Er ist die erkenntnistheoretische Beschreibung des psychischen Leidens selbst.
Betrachten wir, womit Menschen tatsächlich in die Psychotherapie kommen. Der Angstkranke ist sich absolut sicher, dass die Brücke einstürzt, das Herz versagt, die Blamage tödlich endet. Der Depressive ist ebenso sicher, dass er wertlos ist, dass alles sinnlos bleibt, dass es nie besser wird. Diese Gewissheit ist das Symptom. Nicht das Ereignis macht krank - das wusste schon der Stoiker Epiktet, auf den sich die kognitive Psychotherapie beruft -, sondern das Urteil, mit dem wir es belegen, und die Unbedingtheit, mit der wir daran festhalten.
Damit lässt sich seelische Gesundheit präziser fassen, als es die irreführende Rede vom «positiven Denken» vermag. Gesundheit ist Kalibrierung: die Übereinstimmung zwischen dem, wie sicher ich mir bin, und dem, was die Wirklichkeit hergibt. Beide Pole sind krank — die wahnhafte Gewissheit des sich Überschätzenden ebenso wie die lähmende Gewissheit des sich Verachtenden. Der Gesunde fühlt nicht weniger; er hält seine Gedanken für das, was sie sind: Hypothesen über die Welt, nicht die Welt selbst. Genau diese Unterscheidung - Gedanke ist nicht Tatsache - ist der Hebel, an dem die kognitive Psychotherapie ansetzt.
Sokrates, der gesündeste Mensch
Wenn die Gewissheit der Kranken das eine Extrem ist, wo liegt das andere? Nicht, wie man vermuten könnte, in der Selbstunterschätzung — das ist die statistisch wacklige, halbe Wahrheit des Dunning-Kruger-Effekts. Das gesunde Gegenteil der dummen Gewissheit ist nicht die Mutlosigkeit, sondern eine kultivierte Haltung, für die es seit zweieinhalbtausend Jahren ein Vorbild gibt: Sokrates, der allein dadurch weiser war als die anderen, weil er um sein eigenes Nichtwissen wusste.6
Das ist der maximale Kontrast: nicht Dummheit gegen Klugheit, sondern blinde Gewissheit gegen wissendes Zweifeln. Der Kardinal und Philosoph Nikolaus von Kues gab dieser Haltung im fünfzehnten Jahrhundert ihren Namen — «docta ignorantia», die gelehrte Unwissenheit. Montaigne machte sie zu seinem Wahlspruch: «Que sais-je?» — Was weiss ich schon? Es ist kein Zufall, dass die hellsten Köpfe der Geschichte ihre Klugheit gerade in der Bereitschaft zum Zweifel erkannten.
Und hier liegt der Grund, warum der Titel «das Zweifeln» sagt und nicht «den Zweifel». Der Zweifel als Zustand wäre nur eine andere Lähmung. Das Zweifeln als Tätigkeit aber ist der fortwährende Abgleich des inneren Weltbildes mit einer Wirklichkeit, die nicht stillsteht — das Hinterfragen als Gewohnheit. Gesundheit ist nicht die Abwesenheit von Überzeugungen, sondern die erlernte Fertigkeit, sie zu prüfen, statt ihnen ausgeliefert zu sein. Eben diese Fertigkeit installiert die kognitive Psychotherapie.
Die Betriebsblindheit — warum sich niemand am eigenen Schopf aus dem Sumpf zieht
Damit stehen wir vor der grausamsten Erkenntnis der ganzen Geschichte. Wenn die Inkompetenz dem Inkompetenten das Organ raubt, mit dem er sie erkennen könnte, dann gilt das für den eigenen Denkfehler in verschärfter Form. Jeder Mensch hat für die eigenen Denkfehler eine Betriebsblindheit: Dasselbe verzerrte Denken, das die Angst oder die Depression erzeugt, sitzt auch hinter den Augen, mit denen er auf sich selbst blickt. Man schaut durch die Verzerrung hindurch und hält sie für die klare Sicht.
Der Volksmund hat dafür ein vollkommenes Bild: Niemand zieht sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf. Der Lügenbaron Münchhausen behauptete genau das — und genau daran erkennt man die Lüge. Wer im Sumpf des eigenen Denkens steckt, dem fehlt der feste Punkt ausserhalb, von dem aus er sich herausziehen könnte. «Gebt mir einen festen Punkt, und ich hebe die Welt aus den Angeln», soll Archimedes gesagt haben. Diesen festen Punkt kann sich der Kranke nicht selbst geben; er liegt definitionsgemäss ausserhalb seiner blinden Stelle.
Daraus folgt zweierlei, und beides ist für das Verständnis der Psychotherapie entscheidend. Erstens bedarf es einer externen, professionellen psychotherapeutischen Führung — nicht, weil der Mensch zu dumm wäre, sondern weil niemand die eigene blinde Stelle aus ihr heraus beleuchten kann. Der Psychotherapeut ist der geliehene Aussenstandpunkt, die Beobachterperspektive zweiter Ordnung, die der Patient noch nicht selbst einnehmen kann, bis er gelernt hat, sie zu verinnerlichen. Zweitens erklärt das, warum blosse Selbsthilfelektüre so oft scheitert: Man liest das eigene Vorurteil bestätigend mit, weil man es aus seinem Inneren heraus liest. Zwei Regalmeter Selbsthilfebücher ersetzen nicht den kognitiven Psychotherapeuten, der die Betriebsblindheit für die automatisierten Denkfehler zu überwinden hilft.
Hier zeigt sich auch, weshalb die schriftliche Form in der Interaktion mit echten Psychotherapeuten so wirksam ist, wie sie in der Schriftlichen Kognitiven Psychotherapie an der Angstambulanz am Zürichsee7 praktiziert wird. Ein ausgesprochener Gedanke verklingt; ein geschriebener bleibt stehen. Auf dem Papier tritt der Gedanke zum ersten Mal aus dem Kopf heraus und legt sich vor seinen Urheber hin, wo er - endlich von aussen - betrachtet und mit Hilfe des kognitiven Psychotherapeuten geprüft und korrigiert werden kann. Das Geschriebene ist der fremde feste Punkt in greifbarer Gestalt.
Den Spiegel umdrehen
Jetzt aber lauert die Falle, in die fast jeder tappt, der vom Dunning-Kruger-Effekt gehört hat. Man benutzt ihn als Waffe gegen andere: «Typischer Dunning-Kruger», sagt man über den überheblichen Kollegen, den schwadronierenden Politiker, den Onkel mit den unfehlbaren Bauchgefühlen. Wer das tut, begeht in eben diesem Moment den Effekt, den er zu erkennen vorgibt — die selbstgewisse Fehleinschätzung aus halbverstandenem Wissen.
Das Neue Testament kennt das Bild seit zweitausend Jahren: Man sieht den Splitter im Auge des Bruders und nimmt den Balken im eigenen nicht wahr. Der einzige redliche Adressat des Dunning-Kruger-Effekts ist man selbst. Und das ist zugleich die psychotherapeutische Grundbewegung schlechthin: Korrigierbar sind allein die eigenen Gedanken. Über die Denkfehler der anderen kann man sich empören; verändern kann man nur die eigenen.
Darum lädt dieser Text den Leser nicht ein, über die Dummen zu lachen. Er dreht den Spiegel um. Die unbequeme Frage lautet nicht, wer von den anderen ein Opfer seiner Gewissheiten ist, sondern: An welcher Stelle bin ich mir gerade zu sicher?
Der institutionelle Dunning-Kruger
Es gibt einen Ort, an dem die Selbstgewissheit der Unfähigen besonders teuer zu stehen kommt: das Sprechzimmer. Denn der Effekt verschont die Heiler nicht. Wenn die Fähigkeit, etwas zu beurteilen, aus derselben Quelle stammt wie die Fähigkeit, etwas zu leisten, dann sind ausgerechnet die unfähigsten Psychotherapeuten am festesten von der Wirksamkeit ihres Tuns überzeugt.
Das erklärt eine Beobachtung, die viele machen, aber wenige aussprechen: dass mancher kränker aus der Psychotherapie-Praxis kommt, als er hineinging. Der Hirnforscher Ernst Pöppel schätzt, dass nur etwa ein Zehntel der Menschen wirklich selbst denkt;8 gilt diese Quote auch für die Zunft, dann beherrscht nur eine Minderheit der Psychotherapeuten das eigentliche Handwerk - das Denken über das Denken - tatsächlich. Die übrigen sind nicht etwa verunsichert; sie sind, dem Effekt gemäss, am zufriedensten mit sich. Ein System, das seinen Behandlern das eigenständige Denken eher abgewöhnt als beibringt, betreibt damit eine stille Negativauslese: Es bindet die selbstgewissen Unfähigen und vergrault die zweifelnden Fähigen. Aaron Beck, der Begründer der Methode, warnte noch kurz vor seinem Tod davor, wie viele sich kognitive Verhaltenstherapeuten nennen, ohne die elementarsten Grundlagen zu beherrschen9 — die fachliche Variante der dummen Gewissheit.
Die iatrogene Folge ist bitter: Der überzeugte, aber unfähige Psychotherapeut steckt den Patienten mit seiner Gewissheit an. Aus «Sie sind chronisch krank, das dauert Jahre» wird eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Wer das Zweifeln lehren soll, aber selbst keines kennt, vermehrt am Ende die Krankheit, die er zu kurieren vorgibt. Warum die wirksamste Psychotherapie dennoch den wenigsten hilft, ist an anderer Stelle ausführlich dargelegt.10
Wie man das Zweifeln lehrt — und warum es reines Denken ist
Wie also installiert man eine Fertigkeit, die der Patient definitionsgemäss noch nicht besitzt? Nicht durch Belehrung. Ein guter Psychotherapeut sagt dem Angstkranken nicht, seine Angst sei unbegründet — das wüsste der längst und glaubte es trotzdem nicht. Er fragt. Aaron Beck nannte dieses Vorgehen die sokratische Gesprächsführung: «Der kognitive Psychotherapeut fungiert als Experimentator, Begleiter und Instruktor im sokratischen Stil.»11 Durch geduldiges, gezieltes Fragen führt der Psychotherapeut den Patienten dahin, den eigenen Denkfehler selbst zu entdecken. Nicht der Psychotherapeut zweifelt für den Patienten; der Patient lernt, an der richtigen Stelle selbst zu zweifeln. Sokrates kehrt als klinisches Werkzeug zurück.
Und hier muss der verständige Leser den letzten, ungewohnten Schritt mitgehen, denn er stellt ein verbreitetes Missverständnis vom Kopf auf die Füsse. Was in dieser Arbeit offengelegt und neu eingeübt wird, ist kein Verhalten. Es ist Denken. Der Patient trainiert nicht, mutiger über die Brücke zu gehen; er korrigiert das Urteil, die Brücke sei gefährlich. Ist dieses Urteil erst neu kalibriert, geht er über die Brücke, ohne dass jemand das Gehen mit ihm hätte üben müssen — so wie man nicht den Schatten verrückt, sondern den Körper, und der Schatten folgt von selbst.
Daraus ergibt sich der Schluss, den die Branche ungern zieht: Für diesen Wirkmechanismus ist die kognitive Verhaltenstherapie entbehrlich. Die vom Psychotherapeuten angeleiteten Verhaltensübungen, die ihren Namen ausmachen, setzen dort an, wo die eigentliche Arbeit bereits getan ist. Was heilt, ist die Korrektur des Denkens — also kognitive Psychotherapie. Das Verhalten ist die Folge, nicht die Ursache; man muss die Folge nicht eigens dressieren. Wer den Unterschied zwischen beiden Verfahren im Einzelnen nachlesen will, findet ihn in unserer Gegenüberstellung der beiden Verfahren.12
Bleibt die Frage, die hinter dem ganzen Text steht und die jeder nur sich selbst beantworten kann. Die Dummen, schrieb Russell, sind sich ihrer Sache sicher, die Klugen voller Zweifel. Das Geschenk, um das die Weisen die Dummen nie beneidet haben und das den Kranken fehlt, ist ein und dasselbe: die Fähigkeit, am eigenen Denken zu zweifeln. Kognitive Psychotherapie verschafft keine Gewissheit. Sie lehrt das rationale, logisch begründete Zweifeln, das kognitive Fehler identifiziert und heilt.
Die häufigsten Fragen
Was ist der Dunning-Kruger-Effekt?
Die 1999 von Justin Kruger und David Dunning beschriebene Beobachtung, dass sich die am wenigsten Kompetenten am stärksten überschätzen. Grund ist ein Mangel an Metakognition: Wer eine Leistung des Denkens nicht erbringen kann, dem fehlt eben deshalb die Fähigkeit, seinen eigenen Denkfehler zu erkennen.
Was hat der Dunning-Kruger-Effekt mit Psychotherapie zu tun?
Sehr viel. Psychisches Leiden ist eine Form blinder Gewissheit: Der Angstkranke ist sich der Katastrophe sicher, der Depressive seiner Wertlosigkeit. Die kognitive Psychotherapie behandelt genau diese Fehlkalibrierung zwischen Überzeugung und Wirklichkeit.
Ist Zweifeln also gesund?
Das prüfende Zweifeln ist es. Gesundheit ist nicht die Abwesenheit von Überzeugungen, sondern die erlernte Fertigkeit, eigene Gedanken als Hypothesen zu behandeln und an der Wirklichkeit zu prüfen, statt ihnen ausgeliefert zu sein. Sokrates’ Wissen um das eigene Nichtwissen ist das Vorbild.
Warum genügt dafür kein Selbsthilfebuch?
Weil jeder für die eigenen Denkfehler eine Betriebsblindheit hat: Dasselbe verzerrte Denken sitzt hinter den Augen, mit denen er auf sich blickt. Niemand zieht sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf. Es braucht einen festen Punkt ausserhalb — die professionelle psychotherapeutische Führung.
Ist das kognitive Psychotherapie oder kognitive Verhaltenstherapie?
Rein kognitive Psychotherapie. Korrigiert wird allein das Denken; das veränderte Verhalten folgt von selbst, ohne vom Psychotherapeuten geführte Verhaltensübungen. Für diesen Wirkmechanismus ist der Verhaltensanteil der kognitiven Verhaltenstherapie entbehrlich.
Schriftliche Kognitive Psychotherapie (SKPT) von Dr. Dietmar Luchmann, LLC, ist Hilfe zur Selbsthilfe, um die Selbstheilung psychischer Störungen zu ermöglichen:
1. SKPT kennenlernen
2. Eignungstest machen
3. Selbsttherapie starten
1 Russell, B.: The Triumph of Stupidity. New York American, 10.05.1933. In: Mortals and Others. Bertrand Russell's American Essays, 1931-1935 (Band 2). Hrsg. von Harry Ruja. London: Routledge, 1998, S. 27-28. [Im Original auf S. 28: «The fundamental cause of the trouble is that in the modern world the stupid are cocksure while the intelligent are full of doubt. Even those of the intelligent who believe that they have a nostrum are too individualistic to combine with other intelligent men from whom they differ on minor points.»]
2 Kruger, J.; Dunning, D.: Unskilled and Unaware of It. How Difficulties in Recognizing One's Own Incompetence Lead to Inflated Self-Assessments. Journal of Personality and Social Psychology, 1999, Band 77, Heft 6, S. 1121-1134. [Im Original auf S. 1121f.: «incompetent individuals lack what cognitive psychologists variously term metacognition ... In short, the same knowledge that underlies the ability to produce correct judgment is also the knowledge that underlies the ability to recognize correct judgment. To lack the former is to be deficient in the latter.»]
3 Darwin, C.: The Descent of Man, and Selection in Relation to Sex. London: John Murray, 1871, Einleitung. [Im Original auf S. 3: «It has often and confidently been asserted, that man's origin can never be known: but ignorance more frequently begets confidence than does knowledge: it is those who know little, and not those who know much, who so positively assert that this or that problem will never be solved by science.»]
4 Krueger, J.; Mueller, R.A.: Unskilled, Unaware, or Both? The Better-Than-Average Heuristic and Statistical Regression Predict Errors in Estimates of Own Performance. Journal of Personality and Social Psychology, 2002, Band 82, Heft 2, S. 180-188.
5 Gignac, G.E.; Zajenkowski, M.: The Dunning-Kruger Effect Is (Mostly) a Statistical Artefact. Valid Approaches to Testing the Hypothesis with Individual Differences Data. Intelligence, 2020, Band 80, Artikel 101449.
6 Platon Werke. Band 2. Apologia Sokratous (Des Sokrates Apologie), Kriton, Euthydemos, Menexenos, Gorgias, Menon. Griechisch–deutsch (Hrsg. v. Gunther Eigler). Darmstadt: WBG, 1973. [Im Original auf S. 15 (21d, Stephanus-Paginierung): «Ich scheine also um dieses wenige doch weiser zu sein als er, daß ich, was ich nicht weiß, auch nicht glaube zu wissen.»]
7 Luchmann, D.: Angstambulanz am Zürichsee: Als Zürich die kognitive Psychotherapie von Angst und Hysterie verbot. Psychotherapie. 20.08.2025.
8 Lossau, N.: DENKSTE! Deutsche haben verlernt, sich eigene Meinungen zu bilden, sagt Hirnforscher Ernst Pöppel. Das Problem geht an den Unis los – und kann krank machen. Die Welt, 26.10.2016, Ausgabe 251/2016, S. 20.
9 Beck, A.T.: Foreword. In: Beck, J.S.: Cognitive Behavior Therapy: Basics and Beyond. 3rd edition. New York: Guilford Press, 2021. [Im Original auf S. XI: «Too many mental health professionals call themselves CBT therapists but lack even the most basic conceptual and treatment skills.»]
10 Luchmann, D.: Warum kognitive Psychotherapie nachweislich am wirksamsten ist — aber den wenigsten hilft. Psychotherapie. 31.03.2026.
11 Beck, A.T.; Rush, A.J.; Shaw, B.F.; Emery, G.: Cognitive Therapy of Depression. New York: Guilford Press, 1979. [Im Original auf S. 65: «The cognitive therapist functions as a fellow experimenter, a guide, an educator using a Socratic style.»]
12 Luchmann, D.: Kognitive Verhaltenstherapie und kognitive Psychotherapie — der Unterschied. Psychotherapie. 04.06.2026.
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