Ein Zugang für alle drei Wege
Welcher unserer drei psychotherapeutischen Wege bevorzugt wird, kann bei der Anmeldung gewählt werden. Ob der gewünschte Weg für die konkrete Problemlösung der beste ist, befindet erst der Psychotherapeut im Ergebnis der psychodiagnostischen Beurteilung; und vor dem eigentlichen Beginn stehen für alle drei Wege gleichermassen die Annahme der AGB und die Vorauszahlung.
Der Zugang selbst ist für jede Form derselbe: der anonyme, kostenfreie Eignungstest, die ebenfalls kostenfreie Anmeldung mit Schilderung der Problementwicklung und mit der Zieldefinition sowie schliesslich die pauschalierte, kostenpflichtige Psychodiagnostik und Probatorik. Danach steht fest, worunter die Interessentin oder der Interessent leidet und was mit ihm möglich ist — und was nicht.
Über alle drei Wege hinweg gilt für die Psychodiagnostik und Probatorik zudem eine einzige, unverhandelbare Bedingung: Jeder Interessent schreibt seine fehlgelaufene Lebens- und Lerngeschichte der Angst auf. Auch wer später vor der Kamera spricht oder den Tagesblock wählt, schreibt zuerst die Lerngeschichte der individuellen Angstentwicklung; davon entbindet kein Weg.
Dieses Aufschreiben ist keine Formalität, sondern der erste psychotherapeutische Akt der Selbsttherapie; er bringt regelmässig bereits Erkenntnisse, bevor das eigentliche Programm beginnt. Wer hierzu in der Psychodiagnostik nicht bereit oder nicht in der Lage ist, ist für eine ernsthafte kognitive Psychotherapie nicht geeignet. Das ist keine Härte, sondern eine Ersparnis an Zeit und Geld für beide Seiten.
Erst im Ergebnis der Psychodiagnostik und Probatorik ist seriös abschätzbar, wie viel Zeit ein Interessent insgesamt bis zum Erreichen seiner Ziele benötigen wird und wo seine individuellen Gesamtkosten voraussichtlich liegen werden — bestimmt von der Zahl der nötigen Stunden und vom gewählten Weg. Die Zahlen und ihre Herleitung nennt die Kostenseite.2
Der Hauptweg: Schriftliche Kognitive Psychotherapie (SKPT)
Die Schriftliche Kognitive Psychotherapie ist nicht die bequemste, sondern die konsequenteste Form wirksamer Psychotherapie. Das geschriebene Wort lässt sich nicht ungestraft verwischen: Es zwingt beide Seiten zur Klarheit, bleibt dauerhaft verfügbar und kann so oft gelesen werden, bis es verstanden ist. Es verlangt dem Klienten die grösste eigene Denkleistung ab und gibt ihm damit das Höchste zurück, das eine Psychotherapie zu lehren hat: die Fähigkeit, sich selbst zu erkennen und zu korrigieren. Diese Form ist diskret, ortsunabhängig und führt in kürzester Zeit zum Ziel. Sie ist unser Hauptweg und unsere Empfehlung, sofern nicht ein Grund für eine andere Form spricht.
Der bequeme Weg: Videogestützte Kognitive Psychotherapie (VKPT)
Nicht jeder, der schreiben kann, will auch schreiben. Wer das gesprochene Wort vorzieht, dem bietet die Videogestützte Kognitive Psychotherapie denselben Weg über den Bildschirm: dieselbe Arbeit am selben Denken, nur gesprochen statt geschrieben, zu einer fest verabredeten Stunde und von jedem Ort mit einer Kamera. Es ist der bequemere Weg — man muss weder das Haus verlassen noch zur Feder greifen. Was diese Bequemlichkeit kostet, sagt der Abschnitt über die Kosten unverblümt.
Die Sitzung läuft nicht über die Plattform eines fremden Konzerns, der Gespräche in Daten verwandelt — das wäre das Gegenteil dessen, was unser Datenschutz anstrebt. Sie läuft über eine eigene, verschlüsselte Instanz: ohne Konto, ohne App, im blossen Browser und bei einer Sitzung zu zweit unmittelbar von Gerät zu Gerät. Aufgezeichnet wird nichts — serverseitig ist eine Aufzeichnung gar nicht erst eingerichtet. Dass eine zweite Kamera jede technische Sperre unterläuft, weiss jeder; deshalb untersagt der Vertrag die Aufzeichnung beiden Seiten gleichermassen und verbindlich.
Der kompakte Weg: Tagesblock Kognitive Psychotherapie (TKPT)
Wer alles auf einen Tag legen will, statt es über Wochen zu verteilen, wählt den Tagesblock: acht konzentrierte Stunden im direkten, persönlichen Gespräch mit dem Psychotherapeuten in der Schweiz. Dieselbe Arbeit am selben Denken, nur an einem Stück und von Angesicht zu Angesicht. Es ist der aufwendigste der drei Wege - ein ganzer gebundener Tag, ein Ort, eine Anreise -, und genau das schlägt sich im Preis nieder; gekauft wird auch hier keine grössere Heilung, sondern die verdichtete Form.
Diese Form setzt allerdings voraus, was sie verspricht: die Fähigkeit, einen ganzen Arbeitstag konzentriert durchzuhalten, hohe Motivation und kognitive Belastbarkeit. Genau das muss der Interessent in der Psychodiagnostik und Probatorik bereits unter Beweis gestellt haben. Der Tagesblock kann deshalb gewünscht, aber nicht bestellt werden: Er wird nur durchgeführt, wenn die Psychotherapeuten ihn für sinnvoll halten. Wie er abläuft, schildern anschaulich der Therapiebericht eines Arztes3, der nach zehnjährigem Irrweg seine Angststörung im kognitiven Tagesblock überwand, und ein Artikel über die kognitive Psychotherapie der Agoraphobie in Zürich4.
Was die drei Wege kosten — und warum
Die drei Wege kosten nicht dasselbe, und der Grund ist schlicht: Sie binden ungleich viel Zeit des Psychotherapeuten und ungleich viel Logistik. Das geschriebene Wort lässt sich in Stücken bearbeiten, ohne festen Termin und ohne Ort; das Videogespräch verlangt eine fest verabredete Stunde; der Tagesblock einen ganzen Tag samt Ort und Anreise. Daraus ergibt sich die Staffelung: Die SKPT ist der günstigste Weg, der Tagesblock der teuerste, das Videogespräch liegt dazwischen.
Was diese Staffelung über die Wirksamkeit verrät, ist für das teurere Ende wenig schmeichelhaft. Der günstigste Weg ist zugleich der wirksamste: Wer schreibt, denkt am gründlichsten und behält ein Protokoll, das er ein Leben lang nachlesen kann. Wer das Gespräch vorzieht, kauft Bequemlichkeit und zahlt sie doppelt — mit dem höheren Preis und mit jenem Mass an Wirksamkeit, das die flüchtige Rede gegenüber dem dauerhaften Wort einbüsst. Das ist kein Einwand gegen die bequemen Wege, sondern eine ehrliche Auskunft über ihren Preis.
Gemessen am Ertrag bleibt selbst der teuerste Weg ein gutes Geschäft. Für einen Urlaub, dessen Erholung in Wochen verfliegt, geben die meisten Menschen mehr aus als für eine Psychotherapie, deren Wirkung bleibt. Die rationale Ökonomie spräche eindeutig für die dauerhafte Rendite — weshalb die meisten sich dennoch anders entscheiden, ist eine Frage für ein anderes Mal. Die konkreten Zahlen und ihre Herleitung nennt die Kostenseite2.
Häufige Fragen
Wodurch unterscheiden sich die drei Wege?
Allein im Kanal, nicht in der Methode: Die Schriftliche Kognitive Psychotherapie arbeitet mit dem geschriebenen Wort, die Videogestützte Kognitive Psychotherapie im Videogespräch, der Tagesblock im persönlichen Gespräch an einem konzentrierten Tag. Die Arbeit am eigenen Denken bleibt in allen drei dieselbe.
Welcher Weg ist der wirksamste?
Die Schriftliche Kognitive Psychotherapie. Das geschriebene Wort verlangt die grösste Denkleistung und hinterlässt ein dauerhaftes Protokoll. Videogespräch und Tagesblock sind bequemer und büssen dafür ein Mass an Wirksamkeit ein.
Muss ich auch beim Video-Weg und im Tagesblock schreiben?
Ja, einmal. Jeder Interessent schreibt zu Beginn seine Lebens- und Lerngeschichte der Angst auf; das ist Psychodiagnostik und der erste psychotherapeutische Schritt (Probatorik) zugleich. Davon entbindet kein Weg.
Wie vertraulich sind die Videositzungen?
Die Sitzungen laufen über eine eigene, verschlüsselte Instanz ohne Konto und ohne App, bei einer Sitzung zu zweit unmittelbar von Gerät zu Gerät. Serverseitig wird nichts aufgezeichnet; der Vertrag verbietet die Aufzeichnung beiden Seiten.
Wie wähle ich meinen Weg, und kann ich ihn wechseln?
Den gewünschten Weg nennen Sie bei der Anmeldung. Ob er für Sie geeignet ist, entscheidet der Psychotherapeut nach der Psychodiagnostik. Ein Wechsel ist möglich, sofern er fachlich sinnvoll ist.
Eine Methode, ein Ziel
So verschieden die drei Wege aussehen, sie führen über dasselbe Tor der kognitiven Psychotherapie und zu demselben Ziel der Freiheit von krankhafter Angst. In jedem von ihnen leistet der Klient die Arbeit selbst, in jedem endet die Beziehung, sobald er sie nicht mehr braucht, und in jedem ist das Ziel dasselbe: sein eigener Therapeut zu werden.
Was wir dabei anbieten, ist Instruktion zur Selbsthilfe und Selbstheilung, keine Heilbehandlung — mit Krankenkassen rechnen wir darum nicht ab, und wer eine Behandlung sucht, die er bloss passiv empfängt, ist hier am falschen Ort. Das ist unser Beitrag zu mehr wirksamer Psychotherapie. Der erste Schritt ist für alle drei Wege gleich — der Eignungstest.
Schriftliche Kognitive Psychotherapie (SKPT) von Dr. Dietmar Luchmann, LLC, ist Hilfe zur Selbsthilfe, um die Selbstheilung psychischer Störungen zu ermöglichen:
1. SKPT kennenlernen
2. Eignungstest machen
3. Selbsttherapie starten
1 National Institute for Health and Care Excellence (NICE): Generalised anxiety disorder and panic disorder in adults: management. Clinical guideline. 15 June 2020. [Originaltext Ziffer 1.3.15: «CBT in the optimal range of duration (7 to 14 hours in total) should be offered.»]
2 Dr. Dietmar Luchmann, LLC: Was kostet die Selbstheilung durch Schriftliche Kognitive Psychotherapie (SKPT)? Psychotherapie. Dort werden die Gesamtkosten transparent aus der Pauschale für Psychodiagnostik und Probatorik und dem Stundenhonorar hergeleitet.
3 Nordes, N.: Protokoll einer Fehldiagnose — ein Arzt erlebt Psychotherapeuten und Psychotherapie. Psychotherapie. 11.03.2003.
4 Luchmann, D.: Agoraphobie in Zürich — Kognitive Psychotherapie der Platzangst. Psychotherapie. 25.06.2026.
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