Es gibt Momente, in denen die Politik schmerzhaft klar aussprechen muss, was Fachleute hinter vorgehaltener Hand schon lange wissen: Das Schweizer Gesundheitssystem finanziert Massen an Leistungen, die zwar das Wohlbefinden temporär steigern, aber mit Heilung im medizinischen Sinne nichts zu tun haben. Die Forderung im Schweizer Parlament, unwirksame Psychotherapien aus dem Leistungskatalog zu streichen, um die Prämienlast zu senken, kommt keinen Tag zu früh.
Qualitätssicherung in der Psychotherapie? Fehlanzeige!
Die Schweiz leistet sich die weltweit höchste Dichte an Psychiatern und Psychotherapeuten - doppelt so viel wie Island auf Platz zwei. Doch paradoxerweise korreliert diese «Psychiater-Schwemme» nicht mit einer gesünderen Bevölkerung, sondern mit explodierenden Kosten und immer längeren Wartezeiten, wie Sylvia Flückiger-Bäni in der Interpellation 14.41783 am 11.12.2014 thematisierte.
Der Grund ist ein systemisches Versagen der Qualitätssicherung in der Schweiz als Paradies der psychotherapeutischen Ineffizienz, wie Psychotherapeut Dietmar Luchmann in einem Artikel4 am 14.08.2025 erläuterte: Solange «Psychotherapie» alles sein darf, was zwei Menschen eine Stunde lang in einem Raum tun, wird psychotherapeutische Ineffizienz belohnt. Die Schweiz hat kein Versorgungsproblem, sie hat ein Wirkungsgrad-Problem.
Besonders deutlich wird dies am Beispiel der sogenannten «körperzentrierten Verfahren». Eine kognitive Obduktion dieser Angebote – exemplarisch anhand der Selbstdarstellung des IKP Institut für Körperzentrierte Psychotherapie Zürich5 – zeigt, warum die Motion 25.45331 zur Qualitätssicherung in der Psychotherapie zwingend angenommen werden muss.
Semantische Nebelkerzen statt Evidenz: Das Märchen der «Wissenschaftlichkeit»
Wer auf der Webseite des IKP Institut für Körperzentrierte Psychotherapie nach Beweisen für die Wirksamkeit sucht, findet keine harten Daten, keine randomisiert-kontrollierten Studien (RCTs) nach Goldstandard, die eine Überlegenheit gegenüber Placebo oder Wartegruppen belegen. Stattdessen findet man auf der Unterseite zur «Wissenschaftlichkeit»5 ein märchenhaftes Feuerwerk an akademisch klingenden Worthülsen, die den Laien beeindrucken und den Kritiker ermüden sollen.
Das IKP schreibt, sein Ansatz basiere auf der «Gestalttherapie»5 und sei eine «zeitgemässe und ganzheitliche Psychotherapieform»5, die zu einem «ganzheitlich orientierten und multidimensionalen Persönlichkeitsmodell»5 geführt habe. Man beruft sich auf eine «über 40-jährige Forschungstradition»5 — ohne wissenschaftlich anerkannte Wirksamkeitsbelege. Und man verweist auf «Explikationsniveaus nach von Quekelberghe»5, die sich «auslegen und vergleichen»5 lassen wie ein Deutungsorakel — anschlussfähig an jede Lesart, aber immun gegen Widerlegung.
Übersetzt aus dem Fachjargon bedeutet dies oft: Wir messen nicht objektiv, ob die Symptome verschwinden, sondern wir deuten das subjektive Erleben des Patienten so lange, bis es in unsere Theorie passt.
Abb.: Deutsches Ärzteblatt veröffentlicht wissenschaftliches Gutachten: Gestalttherapie ist kein Psychotherapieverfahren.
Besonders entlarvend ist die Selbstcharakterisierung auf der IKP-Webseite: Die Körperzentrierte Psychotherapie werde «ständig kritisch reflektiert, weiterentwickelt und ihre Wirksamkeit anhand wissenschaftlicher Studien untermauert»5 — und «auch die Breite der therapeutischen Methoden und Techniken ist beeindruckend»5. Wer seine eigene Wissenschaftlichkeit und Methodenbreite auf der eigenen Webseite derart preisen muss, hat meist ein Problem mit ihr.
Echte Wissenschaft zeigt Daten. Pseudowissenschaft baut Wort-Kathedralen.
Für die Krankenkassenprämien ist diese Selbstbeschreibung ruinös: eine «über 40-jährige Forschungstradition»5, «Prozess- und Ressourcenorientierung, Emotions- und Bedürfniszentriertheit sowie Erlebnisaktivierung»5 und ein «ganzheitliches anthropologisches Persönlichkeits- und Denkmodell»5 — während das IKP noch «ständig kritisch reflektiert»5, zahlt der Prämienzahler weiter.
Die Illusion der Ganzheitlichkeit
Es klingt verführerisch: In einer fragmentierten Welt sehnt sich der Mensch nach dem «Ganzen». Das IKP liefert prompt: Ein «anthropologisches Würfelmodell»5 mit nicht weniger als «sechs Lebensdimensionen»5 soll es richten. Wer psychisch leidet, so die Botschaft, der hat nicht etwa einen spezifischen Denkfehler, sondern eine Dysbalance im «multidimensionalen Persönlichkeitsmodell»5.
Doch kognitiv betrachtet ist dies ein klassischer logischer Fehlschluss (Red Herring). Wenn ein Patient unter Panikattacken leidet, weil er fälschlicherweise glaubt, sein Herzschlag sei ein Vorbote des Todes (eine katastrophisierende Fehlinterpretation), dann ist die Lösung nicht, seine «Lebensdimension des Raumes»5 zu erforschen oder seine «spirituell-sinnstiftende bzw. meditativ-transzendente Lebensdimension»5 zu beatmen. Die nach wissenschaftlichem Standard wirksame Lösung ist die kognitive Falsifizierung der Annahme «Herzschlag = Tod».
Abb.: Diese Feststellung ist der Wissenschaftsstandard der Psychotherapie. Die Gesundheitsdirektion Zürich unter Leitung der Regierungsrätin Natalie Rickli will ihren Bürgern offenbar die Erkenntnisse der Wissenschaft über wirksame Psychotherapie vorenthalten — sie nennt diese Feststellung «irreführend und damit unzulässig»6.
Indem Angebote wie die des IKP das Problem auf sechs Dimensionen - «Körper, Geist, Seele, soziale und ökologische Umwelt sowie Zeit und Raum»5 - aufblähen, suggerieren sie eine Komplexität, die psychotherapeutisch kontraproduktiv ist. Der Patient lernt nicht, sein zentrales Problem zu lösen, sondern verliert sich in einer endlosen Selbstbespiegelung. Das ist keine Psychotherapie, die auf Heilung abzielt, sondern ein auf therapeutische Dauerbindung angelegtes Geschäftsmodell — Beschäftigungstherapie auf hohem verbalen Niveau.
Der Mythos vom «Körpergedächtnis»
Besonders aufschlussreich für die Notwendigkeit der Motion 25.4533 ist ein Satz aus der Angebotsbeschreibung des IKP: Ziel sei es, «das Bewusstgewordene auch im Körpergedächtnis zu verankern»5 — «exklusiv am IKP»5.
Hier wird eine wissenschaftlich längst widerlegte Metapher als klinische Realität verkauft. Es gibt kein «Körpergedächtnis»5 im Sinne von Muskeln oder Bindegewebe, das komplexe psychische Inhalte speichert. Erinnerung und emotionales Lernen sind exklusive Leistungen des zentralen Nervensystems (Gehirn). Wer behauptet, man müsse Erkenntnisse «im Körpergedächtnis verankern»5, betreibt neurologischen Obskurantismus.
Die Gefahr dieser Rhetorik ist real: Sie suggeriert dem Patienten, dass kognitive Einsicht («Ich bin sicher») nicht ausreicht. Sie entmündigt den Verstand und das selbstgesteuerte Denken zugunsten einer mystifizierten Biologie. Anstatt dem Patienten zu zeigen, dass er Herr seines Denkens und seiner Bewertungen ist, wird er zum Sklaven eines angeblichen Zellgedächtnisses erklärt, das nur durch jahrelange «Körperarbeit»5 gelöscht werden kann. Ein perfektes Rezept für Dauerbehandlungen.
Geschäftsmodell: Massage statt kognitiver Mentalarbeit
Das Angebot umfasst zudem «aktive und passive Körperarbeit»5 sowie «kreatives Handeln (farbige Skizzen, bildnerische Darstellungen, Klänge etc.)»5. Übersetzt man dies aus dem Jargon in die Sprache der Evidenzbasierung, landet man beim Begriff des Sicherheitsverhaltens (Safety Behavior).
Die moderne Angstforschung zeigt eindeutig: Wer sich bei aufkommender Angst auf seinen Atem konzentriert, sich «erdet» oder spüren will, «wo der Körper den Boden berührt», der vermeidet die Angst kognitiv. Er lernt nicht nach dem wissenschaftlichen Standard kognitiver Psychotherapie, sein Denken zu steuern und die Angst zu überwinden, sondern er lernt, sie vermeintlich «wegzuatmen». Das Resultat ist kurzfristige Entspannung («Feeling Better»), aber langfristige Stagnation und Chronifizierung.
Körperzentrierte Therapie wirkt wie eine passive Massage: Sie senkt den Stresspegel für die Dauer der Sitzung. Der Patient geht entspannt nach Hause und empfindet den Psychotherapeuten als wohltuend. Das ist ökonomisch brillant – der Kunde kommt gerne wieder –, aber psychotherapeutisch fatal. Echte kognitive Veränderung gleicht eher dem Leistungssport: Sie ist anstrengend, oft unangenehm und fordert den Patienten intellektuell heraus, seine krankmachende Realitätskonstruktion zu zertrümmern.
Das Geständnis der Ineffizienz der Gabriela Rüttimann
Die lange Dauer dieser «Psychotherapien» ist kein Zufall, sondern System, wie ein Blick auf die Führungsebene belegt. Die Psychotherapeutin Gabriela Rüttimann, Fachleiterin des IKP und zugleich Präsidentin der Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP), lieferte in einem Brief7 an die Gesundheitsdirektion Zürich vom 1. September 2025 ein Dokument von seltener, unfreiwilliger Ehrlichkeit.
In ihrer «Beschwerde»7 über die öffentliche Darstellung, dass effiziente Psychotherapie möglich sei, schrieb sie wörtlich:
«Insbesondere stören uns [...], Angststörungen könnten bereits in acht bis zehn Stunden geheilt werden oder dass ein Leben nach wenigen Stunden Therapie wieder voll lebenswert sei. Darüber hinaus [stören wir uns an der] angeblichen Möglichkeit, ohne den Einsatz von Psychopharmaka zu heilen [...]. Solchen Behauptungen mangelt es an wissenschaftlichen Belegen und könnten bei Patientinnen und Patienten falsche Erwartungen wecken.»
Gabriela Rüttimann, Präsidentin Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP)8
Mit diesem Schreiben leistet Gabriela Rüttimann einen Offenbarungseid für ihren Berufsstand. Sie gibt zu Protokoll, dass ihre Methoden diese Resultate nicht liefern. Doch ihre Behauptung, schnellen Heilungen in der Psychotherapie fehle die wissenschaftliche Basis, ist faktisch falsch.
Als präsidiale Lobbyistin der Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP), eines Vereins für psychoanalytische, tiefenpsychologische, existenzanalytische, bioenergetische und körperzentrierte Methoden, die nicht nur nach Auffassung des Autors den aktuellen Wirksamkeitsstandards nicht genügen, verbreitet Gabriela Rüttimann Behauptungen, die dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand in der Psychotherapie widersprechen und betreibt irreführende Werbung für die Geschäftsmodelle unnötig langer «Therapien», die - wissenschaftlich beurteilt - keine Psychotherapien sind.
Es stellt sich die Frage, ob Gabriela Rüttimann als Psychotherapeutin mit eigener Praxis in Zürich hiermit gegen ihre Berufspflichten gemäss Artikel 27 Psychologieberufegesetz (PsyG) verstösst.
«Körperzentrierte Psychotherapie» und «Gestalttherapie» sind keine Psychotherapie
Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP) – das massgebliche Gremium zur wissenschaftlichen Anerkennung von Psychotherapieverfahren in Deutschland – hat Körperpsychotherapie nicht als wissenschaftlich anerkanntes Verfahren eingestuft. Ebenso kann die Gestalttherapie, die das IKP als Grundlage seiner Körperpsychotherapie bezeichnet, nach Ansicht des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie aufgrund fehlender Wirksamkeitsbelege nicht als wissenschaftlich anerkanntes Psychotherapieverfahren gelten.9
In seinem Gutachten zur wissenschaftlichen Beurteilung der Gestalttherapie stellte der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie am 11. Juni 2018 fest:
«Die Gestalttherapie [...] kann weder als Verfahren für die vertiefte Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten entsprechend § 1 Abs. 1 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeuten noch als Verfahren für die vertiefte Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten entsprechend § 1 Abs. 1 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten empfohlen werden.»
Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie, Deutschland Wissenschaftliches Gutachten: Gestalttherapie kein Psychotherapieverfahren Deutsches Ärzteblatt PP, Ausgabe 8/2018, S. 342.9
Warum toleriert Natalie Rickli wissenschaftlich nicht anerkannte Verfahren?
Die von Natalie Rickli geleitete Gesundheitsdirektion Zürich, verantwortlich für die kantonale Qualitätssicherung in der Psychotherapie, lässt sich bei der Bewilligung der Psychotherapeuten-Ausbildung durch das IKP Zürich weder von den Erkenntnissen der Psychotherapie-Wirkungsforschung der Universität Bern um Klaus Grawe10 noch von der Feststellung des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie9 irritieren, dass es für körperzentrierte Psychotherapie und Gestalttherapie keine hinreichenden Wirkungsnachweise gibt.
Es entsteht zuweilen der Eindruck, dass im Kanton Zürich fachpolitische Traditionen und institutionelle Näheverhältnisse stärker berücksichtigt werden als nachvollziehbare, wissenschaftlich begründete Kriterien der Qualitätssicherung.
Es drängt sich die Frage auf: Schützt Natalie Rickli ineffiziente Psychotherapie-Schulen?11
Dass der Psychotherapeutin Gabriela Rüttimann für ihre Aussagen von der Gesundheitsdirektion Zürich unter Natalie Rickli nicht die Berufsausübungsbewilligung und ihrem IKP Institut für Körperzentrierte Psychotherapie nicht die Akkreditierung als Psychotherapie-Ausbildungsinstitut entzogen wird, illustriert, dass der Missstand der psychotherapeutischen Ineffizienz mit Wohlfühlveranstaltungen nur trockenzulegen ist, indem die Psychotherapien aus dem KVG-Leistungskatalog genommen und die Qualitätssicherung denjenigen übertragen wird, die persönlich für sie bezahlen.
Psychotherapiestandard bei Angststörungen: «7 bis 14 Stunden» — ohne Psychopharmaka!
Nur wer den wissenschaftlichen Stand der Psychotherapie kennt und weiss, dass er seine Panikattacken durch acht Stunden kognitive Psychotherapie auf Dauer loswerden kann, wird sein Geld nicht zu Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten tragen, die ihn jahrelang multidimensional wie eine Weihnachtsgans ausnehmen. Und ebenso wenig zu Psychiaterinnen und Psychiatern, die statt effizienter kognitiver Psychotherapie eine lebenslange psychopharmakologische Abhängigkeit verkaufen.
Internationale Leitlinien wie die des britischen National Institute for Health and Care Excellence (NICE) – weltweit bekannt für gnadenlose Evidenzbasierung – empfehlen für Angst- und Panikstörungen sowie Phobien explizit kognitive Interventionen im Umfang von nur «insgesamt 7 bis 14 Stunden».12 Mehr noch: Die Gabe von Psychopharmaka wird in der modernen Angsttherapie als kontraproduktiv angesehen, da sie als chemisches Sicherheitsverhalten das kognitive Umlernen behindert und die Rückfallquoten erhöht.
«Wer wirksame Psychotherapie will, um das Therapieziel in wenigen Stunden zu erreichen, ist gezwungen, im Paradies der Psychotherapie-Ineffizienz die fehlende Qualitätssicherung selbst vorzunehmen — nur so entgeht man dem Risiko, zum finanziellen und mentalen Opfer von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten zu werden, die nach dem Wissenschaftsstandard niemals eine Berufsausübungsbewilligung erhalten dürften.»
Dietmar Luchmann Klaus Grawe, Universität Bern: Kognitive Psychotherapie ist «hochsignifikant wirksamer» als Gesprächspsychotherapie und Psychoanalyse. Psychotherapie. 16.02.2026.10
Wenn die Fachleitung eines Psychotherapie-Ausbildungsinstitutes die Existenz effizienter Kurzzeittherapien leugnet, dann nicht aus Mangel an Beweisen, sondern aus Angst um das eigene Geschäftsmodell. Wer effizient heilt, hat leere Wartezimmer. Wer hingegen behauptet, Heilung brauche Jahre und Medikamente, sichert sich und seinen Absolventen ein dauerhaftes Einkommen auf Kosten der Prämienzahler.
Erkenntnis: Die goldene Gans der ineffizienten Psychotherapeuten muss geschlachtet werden
Die «ganzheitliche»5 Aufspreizung auf sechs Dimensionen und die Fokussierung auf «Körperarbeit»5 erfüllen vor allem einen Zweck: Sie machen das, was als «Psychotherapie» verkauft wird, endlos. Ein präzises psychisches Problem lässt sich kognitiv oft in zehn Stunden oder weniger lösen. Ein «Anthropologisches Würfelmodell»5 mit «sechs Lebensdimensionen»5 lässt sich hingegen ein Leben lang austarieren.
Die Solidargemeinschaft ist nicht dafür zuständig, lebenslange Selbstfindungstrips oder «spirituell-sinnstiftende bzw. meditativ-transzendente» Körperarbeit5 zu finanzieren. Psychotherapie muss wirken, und zwar effizient, auf Dauer und messbar am Symptom, nicht am subjektiven Wohlgefühl während der Sitzung. Wer «fühlen» will, gehe zur Massage und bezahle sie selbst. Wer gesund werden will, fange an zu denken.
Schriftliche Kognitive Psychotherapie (SKPT) von Dr. Dietmar Luchmann, LLC, ist Hilfe zur Selbsthilfe, um die Selbstheilung psychischer Störungen zu ermöglichen:
1. SKPT kennenlernen
2. Eignungstest machen
3. Selbsttherapie starten
Die Schweizer Parlamentarier haben mit der Motion 25.45331 folgerichtig erkannt: Psychotherapien wieder aus dem Leistungskatalog zu streichen, ist der erste notwendige Schritt zur Sanierung des Schweizer Gesundheitssystems.
1 Das Schweizer Parlament: Psychotherapien wieder aus dem Leistungskatalog streichen. Motion 25.4533 vom 16.12.2025, eingereicht von Philippe Nantermod (FDP).
2 Das Schweizer Parlament: Wohlfühlveranstaltungen sind keine Krankheitsbehandlungen. Motion 23.4108 vom 27.09.2023, eingereicht von Martina Bircher (SVP).
3 Das Schweizer Parlament: Psychiater-Schwemme in der Schweiz. Interpellation 14.4178 vom 11.12.2014, eingereicht von Sylvia Flückiger-Bäni (SVP).
4 Luchmann, D.: Die Schweiz als Paradies der psychotherapeutischen Ineffizienz. Psychotherapie. 14.08.2025.
5 Zitate sind entnommen der Website «IKP Institut für Körperzentrierte Psychotherapie Zürich» zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels (psychotherapie-ikp.com).
6 Zitat aus dem Brief der «Gesundheitsdirektion Zürich», unterzeichnet von Sophie Köhler, MLaw, als «Juristin», vom 22.10.2025 an den Autor. Der Brief ist als PDF-Kopie erhältlich.
7 Zitat aus dem Brief der «Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP)», unterzeichnet von Gabriela Rüttimann als «Präsidentin», vom 01.09.2025 an die Gesundheitsdirektion Zürich. Der Brief ist als PDF-Kopie erhältlich.
8 Dr. Dietmar Luchmann, LLC: Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP) «stören» wissenschaftliche Psychotherapie-Standards. Psychotherapie. 16.02.2026.
9 Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie: Wissenschaftliches Gutachten: Gestalttherapie kein Psychotherapieverfahren. Deutsches Ärzteblatt PP, Ausgabe 8/2018, S. 342.
10 Dr. Dietmar Luchmann, LLC: Klaus Grawe, Universität Bern: Kognitive Psychotherapie ist «hochsignifikant wirksamer» als Gesprächspsychotherapie und Psychoanalyse. Psychotherapie. 16.02.2026.
11 Dr. Dietmar Luchmann, LLC: Schützt Natalie Rickli ineffiziente Psychotherapie-Schulen? Psychotherapie. 16.02.2026.
12 National Institute for Health and Care Excellence (NICE): Generalised anxiety disorder and panic disorder in adults: management. Clinical guideline. 15 June 2020. [Originaltext Ziffer 1.3.15: «CBT in the optimal range of duration (7 to 14 hours in total) should be offered.» Ziffer 1.3.20: «Benzodiazepines are associated with a less good outcome in the long term and should not be prescribed for the treatment of individuals with panic disorder.»]
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