Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP) «stören» wissenschaftliche Psychotherapie-Standards

«Der Berufsstand der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten bringt sich selbst um seine Legitimation, indem er immer wieder überzeugend demonstriert: Es gibt nicht zu wenig Psychotherapie, es gibt zu viel psychotherapeutische Ineffizienz — bei der weltweit höchsten Psychotherapeuten-Dichte in der Schweiz.»1

Mit dieser Beschreibung der Wirklichkeit eröffnete Dietmar Luchmann seinen Artikel vom 14. August 2025 — Die Schweiz als Paradies der psychotherapeutischen Ineffizienz1. Die Kritik des kognitiven Psychotherapeuten wurde von mehreren Online-Medien2 aufgegriffen und re-publiziert. Daraufhin erklärten die Verursacher des Schweizer Psychotherapie-Desasters dem Kritiker den Krieg.

ASP Assoziation Schweizer Psychotherapeuten und Natalie Rickli

Die Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP) beauftragte sogleich ihre Präsidentin Gabriela Rüttimann, am 1. September 2025 eine Verbandsbeschwerde an verschiedene kantonale Gesundheitsdirektionen zu senden, die Luchmanns Diagnose «berufsständischer Denkfehler»1 perfekt bestätigte und seine Beobachtung verifizierte, diese Berufsverbände dienten nur dem Schutz von «Psychotherapeuten, die sich weigern, selber zu denken»1.

In der ASP als nach eigener Aussage «einzigen Berufsvereinigung in der Schweiz, die sich vollumfänglich und ausschliesslich dem Fachbereich Psychotherapie widmet»,3 haben sich «rund 700»3 Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten zusammengefunden, die als ordentliche Mitglieder für den Schutz ihrer ineffizienten psychoanalytischen, tiefenpsychologischen, existenzanalytischen, bioenergetischen und körperzentrierten Angebote einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von «CHF 760»3 zahlen.

Hinzu kommen rund ein Dutzend psychoanalytische, tiefenpsychologische, existenzanalytische, bioenergetische und körperzentrierte Weiterbildungsinstitute als Kollektivmitglieder wie das CGJI C.G. Jung-Institut Zürich oder das IKP Institut für Körperzentrierte Psychotherapie Zürich, dessen «Fachleitung» Gabriela Rüttimann innehat.

Mit dem Titel «Psychotherapeutin ASP»3 / «Psychotherapeut ASP»3 geben diese Leute zu erkennen, sich als Mitglied der Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP) in besonderem Masse daran zu «stören»4, dass effizientere Psychotherapeuten mit effizienteren Methoden «Angststörungen [...] in acht bis zehn Stunden» heilen,4 wie die ASP-Präsidentin ihre «Beschwerde»4 über die Aufklärung der Patientinnen und Patienten durch Dietmar Luchmann begründete.

Lesen Sie die «Beschwerde»4 langsam:

«Insbesondere stören uns [...], Angststörungen könnten bereits in acht bis zehn Stunden geheilt werden oder dass ein Leben nach wenigen Stunden Therapie wieder voll lebenswert sei. Darüber hinaus [... stören sich Frau Rüttimann und ihre ASP-Kollegen an der] angeblichen Möglichkeit, ohne den Einsatz von Psychopharmaka zu heilen [...]. Solchen Behauptungen mangelt es an wissenschaftlichen Belegen und könnten bei Patientinnen und Patienten falsche Erwartungen wecken.»

Gabriela Rüttimann, Präsidentin Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP)4

«Angststörungen» - immerhin die häufigsten psychischen Erkrankungen - «bereits in acht bis zehn Stunden [...] ohne den Einsatz von Psychopharmaka zu heilen»,4 stört also die Geschäftsmodelle eines Therapiemarktes, der ineffizienten Psychotherapeuten ein komfortables Leben durch jahrzehntelange psychopharmakologische und psychotherapeutische Begleitung ermöglicht.

Es ist offensichtlich, dass Psychotherapeuten mit solchen Geschäftsmodellen im Wettbewerb keine Aufklärung über den Forschungsstand zulassen wollen, die Patientinnen und Patienten veranlassen könnte, die effizientere kognitive Psychotherapie zu wählen, damit ihr «Leben nach wenigen Stunden Therapie wieder voll lebenswert»4 wird.

Nur eine der von der ASP angeschriebenen Gesundheitsdirektionen hat sich mit der Torheit der psychoanalytischen, tiefenpsychologischen, existenzanalytischen, bioenergetischen und körperzentrierten Lobbyisten identifiziert, indem sie den Therapieerfolg kognitiver Psychotherapie zum Disziplinarfall erklärte: Die von der Regierungsrätin Natalie Rickli geleitete Gesundheitsdirektion Zürich.

Auf ihre behördliche Aufforderung zur «Stellungnahme»5 erhält Natalie Rickli nun diese kostenlose kognitive Analyse.

Die kognitive Autopsie der Torheit

Nachfolgend wird das krankmachende Denken, die berufsständischen Denkfehler der Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP) und das Verhalten der Gesundheitsdirektion Zürich unter Natalie Rickli kognitiv obduzieren.

Das Zusammenspiel der Assoziation Schweizer Psychotherapeuten ASP und der Gesundheitsdirektion Zürich zeigt auf, dass über drei Jahrzehnte nach den Erkenntnissen der Psychotherapie-Wirkungsforschung von Klaus Grawe6 der Sumpf psychotherapeutischer Ineffizienz noch immer die Zürcher Bewilligungsstandards bestimmt.

Die Frage drängt sich auf: Schützt Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli ineffiziente Psychotherapie in Zürich?7

Die Frage mögen Leser sich nach den hier und in den Artikeln über Natalie Rickli7 und das IKP Institut für Körperzentrierte Psychotherapie Zürich8 ausgebreiteten Fakten selbst beantworten. Jedenfalls ist das Geschehen ein Lehrstück über die Paarung von Bösartigkeit und Dummheit.

«Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. Gegen das Böse läßt sich protestieren, es läßt sich bloßstellen, es läßt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich [...] Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch durch Gewalt läßt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden.»9

Dietrich Bonhoeffer schrieb diese Zeilen 1943 in seiner Gefängniszelle. Er analysierte ein anderes Phänomen, doch seine Beobachtung besitzt zeitlose Gültigkeit: Wer mit Instanzen konfrontiert ist, die nicht prüfen, sondern nur vollstrecken, steht vor einer kommunikativen Unmöglichkeit.

Bonhoeffer notierte auch: «Der Dumme ist oft bockig. Aber das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass er nicht selbständig ist. Man spürt es im Gespräch mit ihm, dass man es gar nicht mit ihm selbst zu tun hat, sondern mit über ihn mächtig gewordenen Schlagworten.»9 Die behördliche Hörigkeit der Gesundheitsdirektion Zürich gegenüber der Assoziation Schweizer Psychotherapeuten ASP hat eine solche Situation geschaffen. Deshalb antworten wir nicht der Behörde, sondern der Öffentlichkeit.

Bonhoeffers Analyse liefert den Schlüssel zum Verständnis einer grotesken Allianz, die sich derzeit in Zürich gegen effiziente Psychotherapie formiert: Interessengeleitete Bosheit und institutionelle Torheit.

Zürich: Die Chronologie einer Farce

Auslöser war der Artikel «Die Schweiz als Paradies der psychotherapeutischen Ineffizienz»1, in dem der Psychotherapeut Dietmar Luchmann das Offensichtliche auszusprechen wagte: Die Schweizer Psychotherapie-Landschaft leidet nicht an Ressourcenmangel, sondern an Ineffizienz. Während die evidenzbasierte Forschung seit Jahrzehnten zeigt, dass Angststörungen nicht mehr als «insgesamt 7 bis 14 Stunden»10 kognitive Psychotherapie - ohne Psychopharmaka - benötigen, liegt die durchschnittliche Behandlungsdauer in der Schweiz laut OECD bei rund 60 Monaten. Dietmar Luchmann kritisierte Psychiater und Psychotherapeuten, «gefühlige Plaudereien überbezahlt als Psychotherapie zu verkaufen».1

Der Artikel wurde breit rezipiert. Über hundert Kommentare, mehrheitlich zustimmend. «Der beste Artikel bis jetzt»2, schrieb einer. «Ich höre schon den Aufschrei dieser Gilde: Nestbeschmutzer»2, ein anderer. Ein Betroffener berichtete: «Über 20 Jahre hinweg war ich zur Therapie gegangen und am Ende kränker als zu Anfang. Immer wieder neue Verdachtsdiagnosen, pathologisierte Persönlichkeitszüge. Man wird richtiggehend zum Opfer voller Unvermögen konditioniert.»2 Offenbar traf der Artikel einen Nerv.

Das rief, wie zu erwarten, die Gilde der Langzeittherapeuten auf den Plan. Die Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP), deren Geschäftsmodell der endlosen Gesprächspsychotherapie und Psychoanalyse durch die Forderung nach Effizienz delegitimiert wird, reagierte prompt. Man wählte nicht den fachlichen Diskurs, sondern den Weg der administrativen Denunziation. Das ist die Ebene der Bosheit — strategisch durchschaubar, aber als Interessenpolitik verständlich.

Doch nun betritt der zweite Akteur die Bühne, jener, den Bonhoeffer als den gefährlicheren bezeichnete: die Behörde.

Anstatt die Beschwerde auf ihre fachliche Substanz zu prüfen, hat die Gesundheitsdirektion Zürich - politisch verantwortet von Regierungsrätin Natalie Rickli mit ihrem persönlichen «Mikromanagement»11 - die Vorwürfe der Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP) per «Copy & Paste» nahezu wörtlich übernommen:

«Es wird beispielsweise behauptet, dass Angststörungen in acht bis zehn Stunden geheilt werden könnten oder dass ein Leben nach wenigen Therapiesitzungen wieder voll lebenswert sei. [...] psychische Beschwerden ohne Psychopharmaka heilen zu können [...] Solchen Behauptungen mangelt es einerseits an wissenschaftlichen Belegen, andererseits könnten bei Patientinnen und Patienten falsche Erwartungen über schnelle Therapieerfolge geweckt werden. [...] Aufgrund dessen erachten wir ihre [...] Websites als irreführend und damit unzulässig».

Sophie Köhler, MLaw, Juristin Amt für Gesundheit, Gesundheitsdirektion Zürich5

Dabei ist der Gesundheitsdirektion Zürich ein Kunststück gelungen, das in der Geschichte der Medizinaufsicht seinesgleichen sucht: Sie wirft einem Psychotherapeuten vor, dass er leitlinienkonform nach den Vorgaben des britischen National Institute for Health and Care Excellence (NICE) arbeitet, das weltweit für seine gnadenlose Evidenzbasierung bekannt ist und das in seinen klinischen Leitlinien für Angst- und Panikstörungen exakt nur «insgesamt 7 bis 14 Stunden»10 kognitive Psychotherapie ohne Psychopharmaka empfiehlt.

Bei ihrer einzigartigen Unkenntnis der Forschungslage und ihrer hartnäckigen Weigerung, die ASP-Beschwerde durch einen Blick auf die Wirklichkeit als absurde Bosheit zu erkennen, bemerkt die Gesundheitsdirektion Zürich ebenso nicht, dass der attackierte Psychotherapeut und seine Angstambulanz am Zürichsee12 seit dem Ausbruch der Hysterie in Zürich12 die Stätte des Irrsinns verlassen haben und nicht der örtlichen und sachlichen Aufsicht in Zürich unterliegen.

Die Wochenzeitung Zürich (WOZ) berichtete am 3. April 2025, «dass Rickli Mikromanagement betreibe und sich um kleinste Details des Tagesgeschäfts kümmere, wie es aus der GD heisst. Dabei übergehe sie ihre Fachleute regelmässig.»11 Das Ergebnis dieses «Mikromanagements»11 zeigt die Gesundheitsdirektion Zürich als eine Aufsichtsbehörde, deren Aufsicht als «tätige Unwissenheit»13 im Sinne Goethes bezeichnet werden muss.

«Es ist nichts schrecklicher als eine tätige Unwissenheit.»

Johann Wolfgang von Goethe, Maximen und Reflexionen, 1833.13

Der Versuch von Dietmar Luchmann, der Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli am 9. Februar 2026 einen gesichtswahrenden Ausstieg aus dieser Farce zu ermöglichen, scheiterte an der bockigen Weigerung der Gesundheitsdirektion Zürich, vor der Erzwingung einer «Stellungnahme» eine «eigene summarische Sachverhaltsprüfung» vorzunehmen und selber zu denken. Die Hilfestellung des kognitiven Psychotherapeuten zur Erkenntnis der ASP-Provokation wurde von der Gesundheitsdirektion per E-Mail am 10. Februar 2026 mit der Bemerkung zurückgewiesen, das entspreche nicht dem «üblichen Vorgehen im aufsichtsrechtlichen Verfahren» im Hause Rickli.

Wo Psychotherapie-Erfolg zum Mangel dekretiert wird

Die Gesundheitsdirektion Zürich moniert allen Ernstes, die Aufklärung von Patientinnen und Patienten durch Dietmar Luchmann, dass Angststörungen in durchschnittlich acht bis zehn Stunden erfolgreich behandelbar sind, sei ein «Heilversprechen»5, das «irreführend und damit unzulässig»5 sei. Wörtlich schreibt die Gesundheitsdirektion Zürich:

«Solchen Behauptungen mangelt es [...] an wissenschaftlichen Belegen.»

Man muss diesen Satz auf der Zunge zergehen lassen. Die grösste kantonale Gesundheitsaufsicht der Schweiz erklärt den Goldstandard der modernen kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) und kognitiven Psychotherapie kurzerhand zur Häresie. Hätte man im Departement Rickli auch nur ein einziges Standardwerk der internationalen Wirkungsforschung konsultiert, wüsste man, dass kognitive Psychotherapie bei Angst- und Panikstörungen sowie Phobien exakt in diesem Zeitrahmen wirkt.

Mehr noch: Dieses Wissen ist nicht neu. Bereits 1994, also vor über 30 Jahren, publizierte Klaus Grawe von der Universität Bern sein Standardwerk «Psychotherapie im Wandel».6 Seine meta-analytische Erkenntnis war schon damals vernichtend für die Plauder-Zunft:

«Noch nie hat sich in irgendeiner Übersichtsarbeit über die vergleichende Wirkung von Therapien irgendeine andere Therapieform den kognitiv-behavioralen Therapien als überlegen erwiesen. [...] Die tatsächliche Ergebnislage könnte daher nicht eindeutiger sein, als sie ist: Kognitiv-behaviorale Therapie ist im Durchschnitt hochsignifikant wirksamer als psychoanalytische Therapie und Gesprächspsychotherapie.»

Klaus Grawe Psychotherapie im Wandel: Von der Konfession zur Profession. 1994, S. 670.6

Grawe wies nach: «Der Zeitraum, in dem wirksame Therapien ihre Effekte erzielen, bemisst sich nach Monaten und nicht nach Jahren. Gerade bei den Therapienformen, die sich als besonders wirksam erwiesen haben, treten die positiven Wirkungen der Therapie in erstaunlich kurzen Zeiträumen ein bzw. werden mit einer erstaunlich geringen Sitzungszahl erreicht. Dies gilt sehr ausgeprägt für viele der kognitiv-behavioralen Verfahren. [...] Die von vielen psychoanalytischen Therapeuten auch heute noch vertretene Auffassung, schwer gestörte Patienten brauchten langjährige Therapien, ist eindeutig widerlegt» (1994, S. 696).6

Dass die Aufsichtsführenden, die in Zürich über die Berufsausübungsbewilligungen für Psychotherapeuten entscheiden, dieses 30 Jahre alte Basiswissen der Psychologie heute als «wissenschaftlich unbelegt» abtun, ist kein blosses Versehen:

Es ist die Bankrotterklärung der Gesundheitsdirektion Zürich unter der politischen Führung von Natalie Rickli, die offenbar nicht zwischen Evidenz und Lobbyismus unterscheiden kann.

Wenn es anders wäre, dürfte man erwarten, dass Natalie Rickli ihre Aufsichtsbehörde, die Patientinnen und Patienten vor den Geschäftsmodellen nicht vertrauenswürdiger Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten schützen soll, längst angewiesen hätte, allen Ausbildungsinstituten, die keinen wissenschaftlich anerkannten Wirksamkeitsnachweis ihrer Methoden beibringen können, die Zulassung zur Ausbildung von Ärzten FMH und Psychotherapeuten PsyG zu entziehen, um den ineffizienten Psychotherapie-Sumpf trockenzulegen.

Die Pathologisierung der Gesundheit durch Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten ASP

Noch absurder wird es beim zweiten Vorwurf der Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP). Die Gesundheitsdirektion macht sich auch diesen bösartigen Vorwurf zu eigen und kritisiert die Aufklärung, eine erfolgreiche Psychotherapie mache das Leben «wieder voll lebenswert», als «irreführend».5

Im bürokratischen Kosmos der Gesundheitsdirektion Zürich scheint die Vorstellung, dass eine psychotherapeutische Intervention tatsächlich zur Genesung führt, verdächtig zu sein. Wer «Heilung» als Ziel definiert, verstösst gegen das ungeschriebene Gesetz des medizinisch-psychiatrischen Kartells, das den ewigen Patienten als Idealfall des stabilen Umsatzes betrachtet.

Das Deutsche Ärzteblatt veröffentlichte am 20. September 2002 das seltene Geständnis eines Psychiaters, der an der Universität Witten-Herdecke Psychiatrie lehrte und von 1980 bis 1996 die Westfälische Klinik für Psychiatrie in Gütersloh ärztlich leitete. Dieser Facharzt für Psychiatrie und langjährige Chefarzt erklärt die Profitmaximierung im Gesundheitssystem in unmissverständlicher und geradezu brutaler Offenheit:

«Der Wettbewerb zwingt zur Erschließung neuer Märkte. Das Ziel muss die Umwandlung aller Gesunden in Kranke sein, also in Menschen, die sich möglichst lebenslang [...] psychisch für von Experten therapeutisch, rehabilitativ und präventiv manipulierungsbedürftig halten, um 'gesund leben' zu können. Das gelingt im Bereich der körperlichen Erkrankungen schon recht gut, im Bereich der psychischen Störungen aber noch besser, zumal es keinen Mangel an Theorien gibt, nach denen fast alle Menschen nicht gesund sind.»

Klaus Dörner Gesundheitssystem: In der Fortschrittsfalle. Deutsches Ärzteblatt. 20.09.200214

Das Ziel kognitiver Psychotherapie ist nicht, dass Patienten lernen, mit ihrem Elend besser umzugehen, damit sie sich nicht suizidieren und der Bewirtschaftung durch das medizinisch-psychiatrische Kartell lebenslang erhalten bleiben, sondern dass sie das Elend eliminieren und ihr Leben «wieder voll lebenswert» wird. Die Daten der internationalen Forschung und der kognitiven Psychotherapie von Dietmar Luchmann zeigen seit über 30 Jahren, dass dies oft sehr schnell geschehen kann, wenn der Widerstand gegen die Veränderung aufgelöst wird.

Lars-Göran Öst, ein inzwischen emeritierter Professor für klinische Psychologie an der Universität Stockholm, berichtete 1989, dass die kognitiven Therapieverfahren in «Fällen spezifischer Phobie zeigen, dass 90 % der Patienten nach einer durchschnittlichen Therapiedauer von 2,1 Stunden eine deutliche Besserung oder vollständige Genesung erlangten».15

Dass die kognitive Psychotherapie bei Angststörungen im Durchschnitt nur zehn Stunden benötigt, ist seit Jahrzehnten Therapiestandard. Überraschen können diese Therapieerfolge nur die Opfer der irreführenden Werbung von Ärzten und Psychotherapeuten, deren Ziel die «Umwandlung aller Gesunden in Kranke»14 ist.

Nach der entlarvenden «Beschwerde»4, mit der Gabriela Rüttimann als Präsidentin der Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP) de facto eingestanden hat, dass vielmehr deren Mitglieder die Patientinnen und Patienten irreführen, um sie durch ineffiziente und unnötig lange Psychotherapien bewirtschaften zu können, würde eine funktionierende Zürcher Aufsichtsbehörde unverzüglich alle Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten der ASP zu einer Stellungnahme auffordern, in der sie zu erklären haben, wie sie die irreführende Werbung für ineffiziente Therapien mit dem Erfordernis vereinbaren, nach Artikel 24 Psychologieberufegesetz (PsyG) «vertrauenswürdig» sein zu müssen.

Psychopharmaka als Fussfessel für ineffiziente Psychotherapie

Dritter Anklagepunkt: Die Mitglieder der Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP) «stören»4 sich bei «Angststörungen»4 an der «angeblichen Möglichkeit, ohne den Einsatz von Psychopharmaka zu heilen»4, auf die Dietmar Luchmann hinweist. Die Gesundheitsdirektion Zürich übernimmt auch diese Absurdität der ASP und nennt die «Möglichkeit, psychische Beschwerden ohne Psychopharmaka heilen zu können, [...] irreführend und damit unzulässig»5.

Die Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP) und die Gesundheitsdirektion Zürich stellen den Wissenschaftsstandard auf den Kopf.

Der wissenschaftliche Erkenntnisstand besagt: Für Angststörungen einschliesslich Panikstörung, Agoraphobie, soziale Phobie und spezifische Phobien ist die kognitive Psychotherapie die wirksamste Primärintervention, die bei korrekter Anwendung keiner Psychopharmaka bedarf.

Der kleine Nebensatz ist nicht unbedeutend: Die wissenschaftlich als wirksamste Methode nachgewiesene kognitive Psychotherapie bedarf der korrekten Anwendung, um Angststörungen in «insgesamt 7 bis 14 Stunden»10 ohne Psychopharmaka zu heilen, wie das britische National Institute for Health and Care Excellence (NICE) in seinen Leitlinien vorgibt.

Die korrekte Anwendung ist bei kognitiver Psychotherapie, die mit dem Instrument des Denkens arbeitet, jedoch eher selten, wenn «Psychotherapeuten, [...] sich weigern, selber zu denken».1 Aaron T. Beck, der die kognitive Psychotherapie mit zum Erfolg geführt hat, schrieb 2021: «Die Ausübung der kognitiven Verhaltenstherapie ist keineswegs einfach. Allzu viele im Bereich der psychischen Gesundheit Tätige bezeichnen sich als kognitive Verhaltenstherapeuten, ohne auch nur über die grundlegendsten konzeptuellen und behandlungstechnischen Kompetenzen zu verfügen.»16

Leser, die selber denken, brauchen sich nur die Frage zu beantworten: Was benutzen Psychiater und Psychotherapeuten, die keine effiziente Methode der Psychotherapie gelernt haben, um ihre Patienten zufrieden zu stellen? — Psychopharmaka! Was benutzen Psychiater und Psychotherapeuten, um ihre Patienten an sich zu binden? — Psychopharmaka!

Psychopharmaka erzeugen den Eindruck einer therapeutischen Aktivität, ohne dass sich an den für die Angststörung ursächlichen Denkfehlern etwas ändert — oder gar eine «Heilung» droht, an der die Mitglieder der Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP) sich «insbesondere stören»4.

Peter C. Gøtzsche, Professor für Forschungsdesign und Forschungsanalyse an der Universität Kopenhagen und Facharzt für Innere Medizin, stellte in einem Interview, das die Süddeutsche Zeitung mit ihm führte, in einem die Psychotherapeuten der ASP «störenden» Klartext fest:

«Ich gehe davon aus, dass wir uns 95 Prozent des Geldes sparen können, das wir für Arzneien ausgeben, ohne dass Patienten Schaden nehmen. Tatsächlich würden mehr Menschen ein längeres und glücklicheres Leben führen können.»

Peter C. Gøtzsche «Die Pharmaindustrie ist schlimmer als die Mafia» Süddeutsche Zeitung. 06.02.2015.17

Wer das verstanden hat, versteht das Geschäfts- und Therapieprinzip: Bei Angststörungen dienen Psychopharmaka als Fussfessel, um Patienten lebenslang erfolgreich bewirtschaften zu können. Das erklärt die Bösartigkeit der Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP) gegenüber jeder Aufklärung, dass Angststörungen «ohne den Einsatz von Psychopharmaka zu heilen»4 sind.

Und die Gesundheitsdirektion Zürich arbeitet dieser zynischen Bewirtschaftung gehorsam zu, indem der Verzicht auf Chemie in der Psychotherapie als potenzielles Berufsvergehen geahndet wird.

Ansprache ‹kluger› Selberdenker? — Amtlich verbieten!

Den dramatischsten Realitätsverlust der Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP) offenbarte Gabriela Rüttimann in einem weiteren Satz ihrer «Beschwerde»4, in welchem sie von der Gesundheitsdirektion Zürich forderte, «die gezielte Ansprache einer wohlhabenden und ‹klugen› Klientel»4 als «unzulässige Werbung»4 zu verbieten.

«Psychotherapeuten, die sich weigern, selber zu denken»1, sind für die Volksgesundheit schon schlimm genug, aber Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten der ASP, die anderen das Denken verbieten wollen, gehört die Berufsausübungsbewilligung entzogen!

Wer glaubt, dass eine Berufsausübungsbewilligung für Psychotherapie aus einem Menschen einen tauglichen Experten zur Heilung psychischer Störungen macht, sollte diese Erwartung überdenken. Dieser Erwartung widersprechen nicht nur die vielen «Psychotherapeuten, die sich weigern, selber zu denken»1, sondern auch die wissenschaftlich nachgewiesene Tatsache, dass Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten oft kränker sind als ihre Patienten — und damit schwerlich «phy­sisch und psy­chisch Ge­währ für ei­ne ein­wand­freie Be­rufs­aus­übung» bieten, die Artikel 24 Psychologieberufegesetz (PsyG) als Voraussetzung für eine Berufsausübungsbewilligung fordert.

Eva Jaeggi hatte den Lehrstuhl für Klinische Psychologie an der Technischen Universität Berlin inne und ermittelte erschreckende Daten:

«Psychische Krankheiten bei Therapeuten sind zahlreich. Die Zahlen variieren, sind aber insgesamt recht deprimierend: 73% Angsterkrankungen, 58% Depressionen, 82% schwere persönliche Probleme, 11% Süchtige, die Suizidrate wird höher geschätzt als beim Durchschnitt.»

Eva Jaeggi Die Angst des Therapeuten vor sich selbst. In: Psychotherapie in Psychiatrie, Psychotherapeutischer Medizin und Klinischer Psychologie. 2003. S. 195.18

Erschreckend an diesen Daten ist, dass es diesen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten trotz ihrer zusätzlichen vieljährigen Psychotherapie-Ausbildung nach dem Abschluss des Medizin- oder Psychologie-Studiums nicht gelungen ist, die eigene Angsterkrankung, Angststörung oder soziale Phobie psychotherapeutisch erfolgreich zu überwinden. Da stellt sich unabweislich die Frage: Wozu taugt eine Psychotherapie-Ausbildung, wenn sie Psychotherapeuten nicht befähigt, ihre eigenen Probleme zu überwinden?

Kluge Selberdenker dürfen ihre örtlichen Gesundheitsbehörden fragen, ob diese 30 Jahre nach der Psychotherapieforschung von Klaus Grawe noch immer nicht wissen, dass die Ursache aller Probleme der Psychotherapieversorgung darin besteht, dass die als «Konfession» kultivierten ineffizienten Psychotherapie-Methoden überhaupt nicht dazu taugen, psychische Störungen zu heilen.

Weder die vom IKP Institut für Körperzentrierte Psychotherapie Zürich8 unter der fachlichen Leitung von Gabriela Rüttimann praktizierte körperzentrierte Psychotherapie noch die Gestalttherapie als deren Basis sind wissenschaftlich anerkannte Verfahren der Psychotherapie. Diesen IKP-Methoden fehlen schlicht die Wirksamkeitsbelege, wie der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP) in seinem vom Deutschen Ärzteblatt im August 2018 veröffentlichten Gutachten feststellte.19

Die «Beschwerde»4 der Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP) beweist: Der Wandel der Psychotherapie «von der Konfession zur Profession»6, wie ihn Klaus Grawe an der Universität Bern 1994 aufzeigte, hat in der Schweiz noch nicht stattgefunden.

Politische Konsequenzen: Wird Natalie Rickli aufräumen?

Mit der Hybris ihres Briefes vom 1. September 2025 hat Gabriela Rüttimann ihr IKP Institut für Körperzentrierte Psychotherapie Zürich und die Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP) der Guillotine des wissenschaftlichen Fortschritts übergeben.

Gabriela Rüttimann ist für das gesundheitspolitisch klare Geständnis zu danken, dass Angststörungen, die von effizienten Psychotherapeuten mit wirksamer Psychotherapie «bereits in acht bis zehn Stunden geheilt werden»4, die jahrzehntelange Bewirtschaftung dieser psychischen Störungen durch Mitglieder der Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP) «stören».4 Die sündhaft teure Dominanz der Schweizer Langzeitpsychotherapie steht mit ihrem Hochmut vor dem Fall.

Der Politik dämmert es, dass die Schweiz sich die flächendeckende Finanzierung von psychotherapeutischen Plauderstunden nicht mehr leisten kann. Martina Bircher hatte mit der Motion 23.4108 den parlamentarischen Erkenntnisprozess bereits angestossen: «Wohlfühlveranstaltungen sind keine Krankheitsbehandlungen».20

Am 16. Dezember 2025 reichte Philippe Nantermod im Nationalrat die Motion 25.4533 ein, die den Sumpf der psychotherapeutischen Ineffizienz trockenlegen kann. Titel: «Psychotherapien wieder aus dem Leistungskatalog streichen, um die Prämien zu senken».21

Der Umgang der Psychotherapeutenverbände mit Kritik an der Psychotherapie-Ineffizienz zeigt: Heilung ist nur möglich, indem die Motion 25.453321 das Psychotherapie-Honorar zum Instrument der Qualitätssicherung macht.

Das Verhalten der Gesundheitsdirektion Zürich ist nicht nur eine Posse, es hat eine handfeste politische Dimension. Während für Regierungsrätin Natalie Rickli offenbar «Nur das Image zählt»11, explodieren die Krankenkassenprämien. Das Volk beginnt zu revoltieren.

Derweil in Bern über Kostenbremsen diskutiert wird, bestraft die Zürcher Gesundheitsdirektion jene, die das Problem lösen: Psychotherapeuten, die schnell, effizient und evidenzbasiert arbeiten und aufklären. Wer in zehn Stunden heilt, entzieht dem System Umsatz — und wird folgerichtig vom System verfolgt.

Wie die Selbstverständlichkeit zeigt, mit der die Gesundheitsdirektion Zürich sich die Interessen der Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP) zu eigen macht, schützen die Aufsichtführenden nicht die Patienten vor Scharlatanen, sondern das Paradies der psychotherapeutischen Ineffizienz1 vor dem Wettbewerb.

Kognitive Psychotherapie: Denken statt Taubenschach

Warum antwortet der Psychotherapeut Dietmar Luchmann der Gesundheitsdirektion Zürich nach deren E-Mail vom 10. Februar 2026 nicht? Warum widerlegt er diese Punkte nicht in einer ausführlichen Stellungnahme an die Behörde?

Weil es sinnlos ist. Bonhoeffer wusste: «Gegen die Dummheit sind wir wehrlos.»9 Eine Gesundheitsaufsicht, die unter der Ägide der Regierungsrätin Natalie Rickli Effizienz als Scharlatanerie und Heilung als falsches Versprechen einstuft, hat den Boden des rationalen Diskurses verlassen. Sie ist zum blinden Vollstrecker der Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP) geworden.

Würde Dietmar Luchmann nach dem vergeblichen Bemühen in seiner E-Mail vom 9. Februar 2026, die Gesundheitsdirektion Zürich zum Selberdenken zu bewegen, ihr auch noch antworten, würde er ihre Prämissen akzeptieren. Obwohl die Zürcher Gesundheitsaufsicht überhaupt nicht zuständig ist, müsste er sich dafür rechtfertigen, dass er die Forschungserkenntnisse verbreitet, die Klaus Grawe schon vor drei Jahrzehnten etablierte. Er müsste sich dafür entschuldigen, dass die Patientinnen und Patienten seiner Angstambulanz12 durch seine kognitive Psychotherapie in wenigen Stunden - leitliniengerecht10 - gesund werden und ihr Leben «wieder voll lebenswert» ist.

Vielleicht würde die inquisitorische Dummheit der Behörde am Ende von ihm verlangen, sich von seiner Berufsethik zu distanzieren, so wie Galileo Galilei 1633 von der Inquisition gezwungen wurde, seiner angeblich «irreführenden» Aufklärung abzuschwören. Der Tagesspiegel, Berlin, berichtete am 20. August 2004 auf Seite 25 über den Psychotherapeuten Dietmar Luchmann: «Seine Maxime ist: effiziente Behandlungen, begrenzt auf durchschnittlich zehn Stunden — statt jahrelanger Therapien, in denen die Therapeuten ihre Klienten ausbeuten.»22

Es steht ausser Frage, dass diese Berufsethik und die Therapieergebnisse von Dietmar Luchmann die Geschäftsmodelle zur gesundheitsschädlichen Langzeitbewirtschaftung von Patienten durch die Mitglieder der Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP) «stören»4. Die zentrale Frage ist: Warum lässt Natalie Rickli den Aufklärer mit aufsichtsrechtlichen Massnahmen bis hin zum Berufsverbot bedrohen?

Warum beendet Regierungsrätin Natalie Rickli nicht die Irreführung von Patientinnen und Patienten mit ineffizienten Therapien durch die Mitglieder der Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP)?

Dieser Briefwechsel ist kein juristischer Vorgang, er ist ein Symptom. Er zeigt, warum die Schweiz trotz der weltweit höchsten Psychiater-Dichte23 und dem Anstieg der Zahl der Psychotherapie-Praxen24 von 2'340 im 3. Quartal 2022 auf 4'834 im 2. Quartal 2024 (206 Prozent in zwei Jahren) über einen Versorgungsmangel in der Psychotherapie klagt. Das System ist nicht krank. Es ist, in der Bonhoeffer'schen Definition, dumm. Und gegen Dummheit hilft nur Aufklärung der Öffentlichkeit.

Quellen

1 Luchmann, D.: Die Schweiz als Paradies der Psychotherapie-Ineffizienz. Psychotherapie. 14.08.2025.

2 Re-Publikationen erfolgten durch insideparadeplatz.ch, infosperber.ch, medinside.ch u.a.

3 Zitate sind entnommen der Website «Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP)» zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels.

4 Zitate aus dem Brief der «Assoziation Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (ASP)», unterzeichnet von Gabriela Rüttimann als «Präsidentin», vom 01.09.2025 an die Gesundheitsdirektion Zürich. Der Brief ist als PDF-Kopie erhältlich.

5 Zitate aus dem Brief der «Gesundheitsdirektion Zürich», unterzeichnet von Sophie Köhler, MLaw, als «Juristin», vom 22.10.2025 an den Autor. Der Brief ist als PDF-Kopie erhältlich.

6 Dr. Dietmar Luchmann, LLC: Klaus Grawe, Universität Bern: Kognitive Psychotherapie ist «hochsignifikant wirksamer» als Gesprächspsychotherapie und Psychoanalyse. Psychotherapie. 16.02.2026.

7 Dr. Dietmar Luchmann, LLC: Schützt Natalie Rickli ineffiziente Psychotherapie-Schulen? Psychotherapie. 16.02.2026.

8 Dr. Dietmar Luchmann, LLC: IKP Institut für körperzentrierte Psychotherapie Zürich. Psychotherapie. 16.02.2026.

9 Bonhoeffer, D.: Dietrich Bonhoeffer Werke, Band 8: Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft. Hrsg. v. Ch. Gremmels, E. Bethge und R. Bethge. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 1998. [Zitate: Von der Dummheit, S. 26-28.]

10 National Institute for Health and Care Excellence (NICE): Generalised anxiety disorder and panic disorder in adults: management. Clinical guideline. 15 June 2020. [Originaltext Ziffer 1.3.15: «CBT in the optimal range of duration (7 to 14 hours in total) should be offered.» Ziffer 1.3.20: «Benzodiazepines are associated with a less good outcome in the long term and should not be prescribed for the treatment of individuals with panic disorder.»]

11 Beck, R.: Natalie Rickli: Nur das Image zählt. Die Wochenzeitung, Zürich, Nr. 14/2025. 03.04.2025.

12 Luchmann, D.: Angstambulanz am Zürichsee: Als Zürich die kognitive Psychotherapie von Angst und Hysterie verbot. Psychotherapie. 20.08.2025.

13 Goethe, J.W.: Sämtliche Werke nach Epochen seines Schaffens. Band 17. Maximen und Reflexionen. München: Carl Hanser Verlag, 1991. [Zitat: Nr. 367 S. 782.]

14 Dörner, K.: Gesundheitssystem: In der Fortschrittsfalle. Deutsches Ärzteblatt, 20.09.2002, Band 99, Heft 38, S. A2462–A2466. [Zitat: Ziffer 11, S. A2464ff.]

15 Öst, L.-G.: One-session treatment for specific phobias. Behaviour Research and Therapy. 1989, Volume 27, Issue 1, 1-7. [Zitat im Original S. 6: «The results for the present group of 20 consecutive cases of specific phobia show that 90% of the patients were much improved or completely recovered after a mean of 2.1 h of therapy.»]

16 Beck, A.T.: Foreword. In: Beck, J.S.: Cognitive Behavior Therapy: Basics and Beyond. 3rd edition. New York: Guilford Press, 2021. [Zitat im Original S. XI: "The practice of CBT is not simple. Too many mental health professionals call themselves CBT therapists but lack even the most basic conceptual and treatment skills."]

17 Schulte von Drach, Markus C.: Peter C. Gøtzsche im Interview - «Die Pharmaindustrie ist schlimmer als die Mafia». Süddeutsche Zeitung, München. 06.02.2015.

18 Jaeggi, E.: Die Angst des Therapeuten vor sich selbst. Psychotherapie in Psychiatrie, Psychotherapeutischer Medizin und Klinischer Psychologie. 2003, Bd. 8, Heft 1, 194-198. [Zitat: S. 195. Diese Forschungsergebnisse berichtete die Psychologin und Psychotherapeutin Eva Jaeggi erst im sicheren Ruhestand nach ihrer Emeritierung vom Lehrstuhl für Klinische Psychologie an der Technischen Universität Berlin, wo sie von 1978 bis 2000 als Professorin lehrte und forschte.]

19 Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie: Wissenschaftliches Gutachten: Gestalttherapie kein Psychotherapieverfahren. Deutsches Ärzteblatt PP, Ausgabe 8/2018, S. 342.

20 Das Schweizer Parlament: Wohlfühlveranstaltungen sind keine Krankheitsbehandlungen. Motion 23.4108 vom 27.09.2023, eingereicht von Martina Bircher (SVP).

21 Das Schweizer Parlament: Psychotherapien wieder aus dem Leistungskatalog streichen. Motion 25.4533 vom 16.12.2025, eingereicht von Philippe Nantermod (FDP).

22 Kast, B.: «Der Graben ist größer denn je». Psychotherapeuten streiten darüber, welche Methode von der Kasse bezahlt werden soll. Tagesspiegel, Berlin, 20.08.2004, S. 25.

23 Das Schweizer Parlament: Psychiater-Schwemme in der Schweiz. Interpellation 14.4178 vom 11.12.2014, eingereicht von Sylvia Flückiger-Bäni (SVP).

24 Tuch, A.; Fischer, F.B.; Jörg, R.: Monitoring zur Neuregelung der psychologischen Psychotherapie. Zweiter Bericht im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Obsan Bericht 07/2025. Neuchâtel: Schweizerisches Gesundheitsobservatorium, 2025, S. 20.

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